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Fortsetzung: Das richtige Maß

Sprüche 16,11:

Der HERR will, dass Waage und Gewichte stimmen, denn er selbst hat diese Ordnung aufgestellt. (HFA)

Heute Morgen, als ich Sprüche 16 in der Bibel gelesen habe und v. a. auf Vers 11 gestoßen bin, habe ich mich an meinen Blogeintrag über ‘das richtige Maß’ von vor gut einem Jahr erinnert.

Und vor ein paar Tagen habe ich einen Blogeintrag ‘Zu viel – zu wenig’ auf der Seite vom Gospel Forum gelesen, der dieses Thema perfekt zusammenfasst. Im Folgenden einen Link dazu: https://blog.gospel-forum.de/2018/06/27/zu-viel-oder-zu-wenig/
Kann ich nur empfehlen zu lesen.

Wir leben in einer Zeit und Gesellschaft, wo es gar nicht so einfach ist das richtige Maß von so vielem zu finden und die Balance zu halten. Die Anforderungen im Beruf, Schule, Ausbildung sind enorm, d. h. Die Arbeit/ der Alltag kann sehr hart und herausfordernd sein (Belastung) und gleichzeitig gibt es so viele Enntspannungsmöglichkeiten (Entlastung) wie wohl nie zuvor, aber trotzdem scheint es nicht so einfach zu sein in einem körperlichen, seelischen und geistlichen Gleichgewicht zu bleiben.

Und selbst dem Anspruch als Mutter heutzutage gerecht zu werden fällt so enorm schwer. V. a. die Zeiten, wenn die eigenen Kinder noch so klein und abhängig sind. ‘Es braucht ein ganzes Dorf um ein Kind zu erziehen’, wie ein afrikan. Sprichwort heißt, doch inwieweit wird das in unserer Gesellschaft gelebt? Ein Thema für weitere Blogbeiträge…

Doch mich ermutigt der Bibelvers in Sprüche 16,11, dass Gott, unser Schöpfer, ER selbst Ordnung und Maß erschaffen hat, und ER hat uns viele hilfreiche Tipps in seinem Wort zur Verfügung gegeben, die uns helfen können das richtige Maß täglich, in jeder Lebenslage zu finden. Nebenbei bringt SEIN Wort Leben, Hoffnung, Ruhe und Frieden. Sein Geist führt uns zum Weg des Lebens und kann uns somit im Alltag auch immer wieder aufzeigen und inspirieren, was jetzt dran ist und was gut für einen ist. Möge unser himmlischer Vater helfen immer mehr darin zu wachsen was es heißt die Waage zu halten und mögen wir immer wieder mit Gottes Hilfe aufstehen wenn wir das Gleichgewicht verloren haben.

Ich Blicke so dankbar zurück, wie ich im letzten Jahr, seit meinem letzten Blogeintrag über dieses Thema, so viel dazu gelernt habe und mehr kennenlernen durfte, was mir Gleichgewicht gibt. Wie ist deine Erfahrung mit diesem Thema ‘das richtige Maß’ und was hilft dir die Waage zu halten?

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Du bist UNBESCHREIBLICH…

Identität in Jesus ist mittlerweile ein geläufiges Thema in unseren christlichen Reihen. Meistens geht es darum zu beschreiben wer wir sind in IHM, wie heilig, gerecht, erkauft, geliebt etc. wir sind Das ist genial! Gott sieht uns so und durch den Preis den Jesus am Kreuz bezahlt hat dürfen wir sogar Gottes Kinder heißen. Ich darf SEINE Tochter sein, SEINE Königstochter und habe dabei ein himmlisches Erbe erhalten. Die Autorität zu regieren und in Jesu Namen Mächte zu binden, zu heilen etc. Soo genial!

Aber weißt du was? Gott möchte dir heute sagen, du bist MEHR als das! Eigentlich bist du UNBESCHREIBLICH! Warte mal, Gott ist unbeschreiblich! Aber ich? In der Welt werden uns verschiedene Namen gegeben und wir werden schnell in alle möglichen Schubladen gesteckt. Schnell werden wir über unser Aussehen definiert, über unseren Beruf, was wir machen und in was für eine Familie wir geboren sind. Von klein auf hören wir, du bist dick, dünn, intelligent, brav, verrückt etc. Und im Laufe der Jahre basteln wir uns selbst zusammen, anhand was uns Menschen genannt haben, wer und wie wir sind. Manches kann ganz schön verdreht sein und manche Namen die wir einst geglaubt haben versuchen wir mühsam abzuschütteln, da wir erkannt haben, dass es nur Lügen sind.

Jeder Mensch stellt sich die Frage im Erwachsenenwerden: Wer bin ich. Hast du jemals Gott gefragt wer du bist? In meiner Jüngerschaftsschule von Ywam wurde uns die Frage gestellt. Die Antworten waren gleich parat, ich bin ein Königskind oder andere haben ihren Vornamen oder auch ihre Nationalitionalität gesagt. Aber der Sprecher hat all diese Antworten nicht akzeptiert. Und hat aber auch nicht locker gelassen weiter zu fragen. Einige von uns wurden nervös, weil wir nicht die richtige Antwort für den Sprecher finden konnten. Und weißt du was, er hat sie uns nie gegeben, sondern er wollte es uns selbst herausfinden lassen. Interessant, dass wir denken, wir sind immer gleich Antworten schuldig wenn wir mit Fragen konfrontiert werden. Ich lerne da gerne von Jesus, der auf die meisten Fragen mit Gegenfragen geantwortet hat, aber das wäre jetzt eher ein anderes Thema…. Wer bist du?

Ehrlich gesagt, habe ich mir lange Zeit schwer getan diese Frage zu beantworten. Und in Predigten bin ich immer auf dasselbe gestoßen, wo wir lernen wir sollen annehmen, was die Bibel über uns sagt. Ich finde das sind geniale Wahrheiten, aber irgendwie war mir das trotzdem nie genug. Vielleicht weil es zu generell gehalten ist. Dann kam aber das beste Erlebnis das ich jemals mit Identität hatte, wie ein Aha-Erlebnis. Ich habe ein leises Flüstern in meinem Ohr gehört: Mirjam, du bist unbeschreiblich. Wie eine Offenbarung schoss das in meinen Kopf, als ob plötzlich alle Lichter angingen. Du bist nicht in Worte zu fassen. Namen würden nie komplett beschreiben wer du bist. Und das hat mich wiederum an Gott erinnert, der die Frage, “wer bist du?” ganz einfach in 2. Mose 3,14 mit: “Ich bin, der ich bin”, beantwortet. Wie fühlt sich das für dich an, wenn du einfach für dich sagst: Ich bin, der ich bin? Für mich war diese Erkenntnis total befreiend! Ich Bin und ich darf einfach Sein! 😂👑😊💟 Und neben dieser Erkenntnis gibt es tatsächlich sooo viele Dinge die Gott über jeden Einzelnen persönlich sagt, und diese Wahrheiten können wahnsinnig überwältigend sein. Plötzlich habe ich mich wieder erinnert, was ich über die Jahre von Gott oder auch über Prophetien von anderen Christen über mich gehört habe und immer wieder bestätigt bekommen habe. Manche Dinge fühlen sich da so an, als ob sie für die Zukunft sind. Aber die Wahrheit ist, dass Gott alles schon von Geburt an, in uns hineingelegt hat. Wir müssen es nur erkennen, dann wird sich unser selbst auch immer mehr manifestieren. Während wir einfach SEINE Kinder sein dürfen. Du BIST, der du bist! Unbeschreiblich!

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Heim kommen in die HEIMAT…

Heim kommen in die HEIMAT…
Nach einer längeren Blogpause möchte ich ein Thema teilen, das mich die letzten Wochen beschäftigt hat. Und zwar ist es das ‘Heim kommen’ – nicht zu sehr das “himmlische”, sondern eher das “irdische” Heim kommen.

Gott hat mich auf eine Reise mitgenommen, in der ich ‘Heimat’ erleben und Neues darüber lernen durfte.

Es war eine echte Reise. Mein Mann ist in sein Heimatland gereist, in Verbindung mit u.a. einem Fußballeinsatz. Und mir blieb fast nichts anderes übrig als auch in meine ‘Heimat’ zu fahren, zumal ich nicht alleine mit unseren beiden Töchtern die Zeit zu Hause absitzen wollte.

Vorab vielleicht ist zu erwähnen, dass Heimat für mich nicht wirklich örtlich gebunden ist, auf einen Ort, da ich in einer Familie aufwuchs, wo es hieß immer wieder umzuziehen, wegen beruflicher Versetzung meines Vaters.

Als Kind war Heimat für mich dann, wo meine Eltern, wir als Familie, wohnten.

Auf Google ist Heimat folgendermaßen definiert: “das Land oder die Gegend, wo man geboren und aufgewachsen ist oder wo man sich zu Hause fühlt, weil man schon lange dort wohnt.”

Für mich persönlich ist Heimat, wie hier das zweitere, eher ein Gefühl.

Später, auf meinem ersten Missionseinsatz in Südamerika habe ich gelernt, dass ich 1. mich heimisch auch in einem komplett fremden Land fühlen kann, das ich vorher nicht kannte, aber auch 2. dass meine ursprüngliche und zukünftige Heimat im Himmel ist und das irdische somit auch gar nicht so wichtig.

Jetzt, wo ich selbst meine Familie habe, also Mann und Kinder, wird mir manches doch nochmal anders deutlich. Die irdische Heimat bekommt wieder mehr eine Bedeutung. Ich setze mich damit auseinander, wie ich selbst aufgewachsen bin.

Wie ein Sprichwort sagt, ‘wenn du Eltern wirst durchlebst du die Kindheit nochmal, aber erst jetzt verstehst du sie’.

Nebenbei ist es ein ganz normaler Prozess sich mit dem Partner hin und wieder auszutauschen und zu reflektieren, wie man selbst aufgewachsen ist, wie man seine Kindheit erlebt hat, bewertet, was man selber mit in das eigene Familienleben mit aufnehmen möchte und von was man am liebsten, zum Teil sehr mühsam, auch loswerden möchte.

Zu diesem Prozess gehört auch ‘Heimat’ für sich selbst, auf Erden, zu finden, evtl. neu zu definieren oder wieder zu entdecken.

Denn im Erwachsenen werden ist es ja ganz normal, dass ich mich erstmal vom Elternhaus löse.

Meine Auslandserfahrungen, mein leben und wohnen in verschiedenen Orten und Ländern, hat mir gut geholfen das zu schaffen. Mich einerseits von meinem Elternhaus zu lösen, aber auch gleichzeitig meinen Blick zu öffnen. Die Erfahrung einer interkulturellen Ehe lässt mich sowieso ständig meine eigene Kultur in Frage stellen und als Familie die Königreich-Gottes-Kultur suchen. Aber das wäre noch ein Thema für sich.

Seit dem wir zwei Jahre in einem “fremden Land” leben (Thüringen ist auch für mich ein fremdes Land und eine andere Kultur), war es an der Zeit zurück zu unseren Wurzeln zu gehen und die Erfahrung auf’s Neue zu machen: Heim zu kommen.

Mir ist hier dieses irdische auch echt nochmal ganz bewusst geworden, wie wichtig es ist, und wie es sooo von Gott ist, “irdische” zum Greifen Nahe Erfahrungen zu machen, um das “geistliche himmlische” auch besser verstehen zu können.

‘Heim kommen’, was bedeutete es für mich auf meiner Reise in meiner Heimat?

Heimat ist, vertrautes zu erleben. Wie vertraute Menschen, vertraute Aktivitäten, vertraute Sprache, vertrautes Verhalten, vertraute Umgebung, vertraute Natur, vertraute Gerüche, vertraute Musik, vertrauter Geschmack – alles was meinen sechs Sinnen in etwa vertraut ist.

Heimat kann außerdem bedeuten: Sicherheit, Geborgenheit, zur Ruhe kommen, SEIN zu dürfen, sich ausdrücken und entfalten zu können, ein Ort wo man sich wohlfühlt, sich verbunden und angenommen fühlt, wo man sich nicht erklären muss, weil man sich verstanden fühlt (auch wenn die Sprache vll. eine andere ist).

Mir persönlich tat es enorm gut kürzlich nochmal bewusst zu erleben und zu reflektieren, was Heimat für mich bedeutet, um mein eigenes zu Hause bewusster eine Heimat werden lassen zu können.

Dabei ist mir auch wieder klar geworden, was mir hilft Heimat bei Gott zu finden.

“Denn hier auf der Erde gibt es keinen Ort, der wirklich unsere Heimat wäre und wo wir für immer bleiben könnten. Unsere ganze Sehnsucht gilt jener zukünftigen Stadt, ´zu der wir unterwegs sind`.” Hebräer 13:14 NGU2011

Während ich dieses ewige Ziel anstrebe, bedeutet es gleichzeitig für mich aber auch im Hier und Jetzt diese ewige Heimat in der Gegenwart zu finden.

Nach dem Motto: “HOME is where your HEART is!”

Was bedeutet für dich Heimat? Wo fühlst du dich zu Hause? Wie kannst du mehr Heimat in dein Hier und Jetzt bringen?

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Positive Proklamationen – 12 Themen

Proklamationen/ Worte haben Macht. Die ganze Erde wurde mit Worten erschaffen. Unsere Worte entscheiden über Leben und Tod. So viel Autorität haben wir als Kinder Gottes bekommen. Im Folgenden habe ich ein paar Proklamationsbeispiele aufgelistet, die ich von einer tollen Schwester im HERRN erhalten habe; allerdings auf Englisch. Möge es viel bewirken in uns und um uns herum! Eine Weise durch die wir in unserer Identität in Jesus mehr wachsen können.

Declarations List #1

  1. My prayers are powerful and effective (2 Cor 5:21, James 5:16b).
  2. God richly supplies all my needs (Philippians 4:19).
  3. I am dead to sin and have a victorious DNA in me (Romans 6:11; Romans 5:17).
  4. I walk in ever-increasing health (Isaiah 53:3-5; Psalm 103:1-5).
  5. I live under supernatural protection (Psalm 91; Hebrews 8:6).
  6. I prosper in all my relationships (Luke 2:52).
  7. I consistently lead other people into God encounters (Mark 16:17, 18; Acts 3:6).
  8. Through Jesus, I am 100% loved and worthy to receive all of God’s blessings (Colossians 1:12-15).
  9. Each of my family members is wonderfully blessed and radically loves Jesus (Acts 16:30, 31).
  10. I laugh uproariously when I hear a lie from the devil (Psalm 2:2-4).

Declarations List #2

  1. I set the course of my life with my words (James 3:2-5; Proverbs 18:21).
  2. God is on my side; therefore I cannot be defeated (Romans 8:37; Psalm 91; Philippians 4:13).
  3. I am the head, not the tail. I have insight. I have wisdom. I have ideas and divine strategies. I have authority (Deuteronomy 28:13; Deuteronomy 8:18; James 1:5-8; Luke 10:19).
  4. My family and those connected to us are protected from disasters, disease, divorce, adultery, poverty, false accusation, foolish decisions, and all accidents (Psalm 91).
  5. As Abraham did, I speak God’s promises over my life so that my faith is strengthened to posses all of God’s promises (Romans 4:17-23).
  6. I have a sound mind. I think the right thoughts, say the right words, and make the right decisions in every situation I face (2 Timothy 1:7).
  7. I expect to have powerful, divine appointments today to release signs and wonders and bless every place I go (book of Acts).
  8. I expect today to be the best day of my life spiritually, emotionally, relationally and financially in Jesus’ name (Romans 15:13).

Declarations List #3

  1. Thank you, angels, for carrying out the Word of God on my behalf (Psalm 103:20).
  2. All attacks that were headed my way are diverted right now through angelic protection in Jesus’ name (Psalm 91).
  3. Just as Jesus spoke to the wind, I say, “Peace be still to my mind, emotions, body and family” (Mark 4:39).
  4. I speak to every mountain of discouragement, stress, depression, and lack, and I say, “Be cast into the sea in Jesus’ name” (Mark 11:22-24).
  5. I say to this day, “You are blessed.” And I declare that I serve a mighty God who will do more than I can imagine (Ephesians 3:20).
  6. You are a good God and I eagerly anticipate your goodness today.

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Du bist einmalig – Punchinello

Eine Geschichte für klein und groß!

Die Wemmicks sind ein kleines Volk von Holzpuppen. Alle Holzpuppen wurden von dem Holzschnitzer Eli gemacht. Seine Werkstatt lag auf dem Hügel oberhalb des Städtchens.

Jeder Wemmick war anders. Einige hatten große Nasen, andere hatten große Augen. Einige waren groß und wieder andere waren klein. Einige trugen Hüte, andere Mäntel. Aber alle waren von dem selben Holzschnitzer gemacht worden und alle lebten im gleichen Städtchen.

Die WemmicksDen ganzen Tag, jeden Tag, taten die Wemmicks das Gleiche: Sie steckten einander Aufkleber an. Jeder Wemmick hatte eine Schachtel mit goldenen Sternchen und eine andere mit grauen Punkten. In der ganzen Stadt taten die Leute nichts anderes als einander Sternchen oder Punkte anzustecken. Die Schönen, deren Holz ganz glatt war und deren Farben strahlten, bekamen immer Sternchen. Aber wenn das Holz rau war und die Farbe schon abblätterte, dann vergaben die Wemmicks Punkte.

Die, die tolle Dinge tun konnten, bekamen ebenfalls Sternchen. Einige konnten große Klötze über ihre Köpfe hochheben oder über hohe Kisten springen. Andere kannten schwierige Worte oder konnten schön singen. Jeder gab ihnen Sternchen.
Einige Wemmicks hatten überall Sternchen! Immer, wenn sie ein Sternchen bekamen, fühlten sie sich besonders gut! Dann wollten sie gleich etwas Neues tun, um wieder ein Sternchen zu bekommen.

Andere konnten nur sehr wenig tun. – Sie bekamen Punkte.Die Wemmicks2

Punchinello gehörte dazu. Er versuchte, so hoch zu springen wie die anderen, aber er fiel immer hin. Und wenn er hinfiel, kamen die anderen dazu und gaben ihm Punkte.

Manchmal verkratzte sein Holz, wenn er hinfiel, dann bekam er noch mehr Punkte. Wenn er versuchte zu erklären, warum er gefallen war, sagte er etwas ganz Dummes und die Wemmicks gaben ihm wieder Punkte.
Nach einiger Zeit hatte er so viele Punkte, dass er gar nicht mehr nach draußen gehen mochte. Er hatte Angst, dass er irgendetwas Dummes machen würde, wie seinen Hut vergessen oder in eine Pfütze treten. Und dann würde er schon wieder Punkte bekommen. Er hatte schon so viele graue Punkte, dass die anderen kamen und ihm ganz ohne Grund noch mehr ansteckten.
Die Wemmicks3

‘Er verdient die vielen Punkte’, da waren sich die anderen Holzpuppen einig. – ‘Er ist keine gute Holzpuppe’.

Nach einiger Zeit glaubte Punchinello, was die anderen sagten. ‘Ich bin ein schlechter Wemmick’, sagte er.

Wenn er nach draußen ging, blieb er bei den anderen Wemmicks, die auch viele Punkte hatten. Er fühlte sich besser, wenn er mit ihnen zusammen war.

Eines Tages traf er ein Wemmick-Mädchen, das ganz anders war als alle anderen. Sie hatte keine Sternchen oder Punkte. Sie war einfach nur aus Holz. Ihr Name war Lucia.
Es lag nicht daran, dass die anderen ihr keine Aufkleber anstecken wollten. Die Aufkleber hielten einfach nicht. Einige Wemmicks bewunderten Lucia, weil sie keine Punkte hatte. Sie liefen zu ihr hin, um ihr ein Sternchen anzustecken. Aber das Sternchen fiel ab. Andere schauten auf sie herunter, weil sie keine Sternchen hatte.
Sie wollten ihr Punkte anstecken. Aber auch die Punkte fielen ab.
So will ich auch sein, dachte Punchinello. Ich will nicht, dass mir irgendwer was ansteckt. Also fragte er das Wemmick-Mädchen ohne Aufkleber, wie sie das geschafft hatte.
‘Das ist ganz einfach’, erwiderte Lucia. ‘Ich besuche jeden Tag Eli’. Eli?
‘Ja, Eli. Der Holzschnitzer. Ich sitze bei ihm in der Werkstatt’. ‘Warum?’
‘Warum findest du es nicht selber heraus? Geh einfach den Hügel hinauf. Er ist da.’ Damit drehte sich das Wemmick-Mädchen ohne Aufkleber um und hüpfte davon.
‘Aber ob er mich wohl sehen will?’ rief Punchinello. Lucia hörte ihn nicht mehr. Punchinello ging nach Hause. Er saß am Fenster und sah zu, wie die anderen draußen herumliefen und einander Sternchen oder Punkte ansteckten. ‘Das ist falsch’, sagte er zu sich selbst. Und er beschloss, Eli zu besuchen.

Er ging den schmalen Weg den Hügel hinauf und betrat die große Werkstatt. Seine hölzernen Augen weiteten sich, als er sah, wie groß alles war. Der Hocker war so groß wie er. Er musste sich auf die Zehenspitzen stellen, um auf den Arbeitstisch zu gucken. Der Hammer war so lang wie sein Arm. Punchinello schluckte. ‘Hier bleibe ich nicht!’, er drehte sich zur Tür um.

Punchinello und Eli2Dann hörte er seinen Namen. ‘Punchinello?’ Die Stimme war tief und kräftig. Punchinello blieb stehen. ‘Punchinello! Wie schön, dass du da bist. Komm her und lass dich anschauen.’ Punchinello drehte sich langsam um und blickte den großen bärtigen Handwerker an. ‘Du kennst meinen Namen?’ fragte der kleine Wemmick. ‘Aber natürlich kenne ich ihn. Ich habe dich gemacht.’
Eli bückte sich, hob ihn hoch und setzte ihn auf den Arbeitstisch.’Hmm’, sagte der Holzschnitzer nachdenklich, als er die grauen Punkte sah. ‘Es sieht so aus, als ob du schlechte Noten bekommen hast.’
‘Ich wollte das nicht, Eli. Ich habe alles versucht.’
‘Du musst dich vor mir nicht verteidigen, Kleiner. Mir ist egal, was die anderen Wemmicks denken.’ ‘Wirklich?’ ‘Ja. Und dir sollte es auch egal sein. Wer sind sie denn, dass sie Sternchen oder Punkte vergeben? Sie sind Wemmicks, genau wie du. Was sie denken, ist unwichtig, Punchinello. Es ist nur wichig, was ich denke. Und ich denke, dass du einmalig bist.’
Punchinello lachte. ‘Ich? Einmalig? Warum? Ich kann nicht schnell laufen. Ich kann nicht hoch springen. Meine Farbe blättert ab. Warum bin ich so wichig für dich?’ Eli blickte Punchinello an, legte seine Hände auf die schmalen hölzernen Schultern und sagte ganz langsam:
‘Weil du mir gehörst. Darum bist du für mich wichtig.’

Punchinello und EliNoch nie hatte jemand Punchinello so angeschaut – schon gar nicht sein Schöpfer. Er wusste nicht, was er sagen sollte.

‘Jeden Tag habe ich gehofft, dass du kommst’, erklärte Eli.

‘Ich bin gekommen, weil ich jemanden getroffen habe, der keinen Aufkleber hat’, sagte Punchinello. ‘Ich weiß. Sie hat mir schon von dir erzählt’. ‘Warum bleiben die Aufkleber an ihr nicht haften?’ Der Holzschnitzer sprach ganz sanft:’Weil sie beschlossen hat, dass es wichtiger ist, was ich denke, als was die anderen denken. Die Aufkleber haften nur, wenn du es zulässt.’
‘Was?’ ‘Die Aufkleber haften nur, wenn sie für dich wichtig sind. Je mehr du meiner Liebe vertraust, desto weniger bedeuten dir die Aufkleber der anderen.’

‘Ich glaube nicht, dass ich das verstehe.’ Eli lächelte. ‘Das kommt noch. Das dauert ein bisschen. Du hast viele Aufkleber. Komm einfach jeden Tag zu mir, damit ich dich daran erinnern kann, wie wichtig du mir bist.’Punchinello und Eli3

Eli hob Punchinello von seinem Arbeitstisch und stellte ihn auf den Boden.

‘Denke daran’, sagte Eli, als der Wemmick durch die Tür ging. ‘Du bist einmalig, weil ich dich gemacht habe. Und ich mache keine Fehler.’

Punchinello blieb nicht stehen, aber in seinem Herzen dachte er:

‚Ich glaube, er meint es ernst.‘

Und als er das dachte, fiel ein Aufkleber auf den Boden.

(Während die anderen Wemmicks in der Stadt weiterhin ihre Sticker anklebten, ging Punchinello glücklich und zufrieden nach Hause, um weiter über Eli’s Worte nachzudenken. Und während dem Heimweg fielen weitere Aufkleber von ihm ab…“.)

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Gottes Gnade für Eltern

Erziehung:

Vorweg, ein Bild und ein paar Worte zu meiner ältesten Tochter (2,5 J.). Wie ihr sehen könnt, sie ist ein bildhübsches Mädchen und bringt, wie ihr zweiter Name schon sagt, sehr viel Freude. Ich könnte sterben für sie, so dankbar bin ich für ihr kostbares Leben.

Und ich komme wirklich an meine Grenzen mit dieser kleinen und großen Persönlichkeit 🙂 Wahrscheinlich von unserem Schöpfer auch so gedacht, so dass ER meinen Blumentopf erweitern kann.

So sind auch wir als Eltern mit dem zum Teil leidigen Thema ‘ins Bett bringen’ konfrontiert. Wir gehören eben (noch?!) nicht zu diesen glücklichen Eltern, die ein Kind haben das freiwillig ohne Wiederrede u. ohne Weiteres ins Bett geht. Wir haben schon viele Phasen und viele Methoden mit unserer zweijährigen Tochter durch. Was sich wie ein roter Faden durchzieht: ins Bett bringen ist schwierig, kostet Kraft u. Nerven, nimmt viel Zeit in Anspruch und wir kommen an unsere Grenzen, wo wir zum Teil nicht weiter wissen u. auch schon unsere Nerven verloren haben.

Momentan nennt sich die Einschlafmethode ‘Hand halten bis zum Schlummern’ (von der kleineren Schwester abgeguckt 😉) mit natürlich den üblichen Einschlafritualen davor. Die letzten Abende lag ich nun mal bis zu 2h auf dem Bettvorleger, der so bequem ist, dass mir alle Knochen am Ende wehtun, selbst mit Kissen drunter. Manchmal bin ich auch schon dann eingeschlafen. Aber die Tage bin ich an einem Punkt, wo meines selbst es soo satt hat, dass ich am Ende nur noch knie und innerlich JESUS schreie, vor Hilfe.

Dabei hatte ich zwei tolle Begebenheiten, die ich mit euch teilen möchte, v.a. mit den Müttern o. auch Vätern denen es ähnlich geht.

1. Als ich um Weisheit betete, stellte ich fest, dass ich noch soo viel vom Tag verarbeiten musste und ich den Eindruck hatte meiner Tochter geht es genauso. So sprach ich sie darauf an und tatsächlich war das der Punkt. Ich nahm sie nochmal aus dem Bett heraus, in den Arm, sagte zu ihr, lass uns mal von Frau zu Frau reden. Fragte sie was wir da machen können, wenn wir schlecht ‘abschalten’ können (klar alles in altersgerechter Sprache). Ich erklärte ihr, dass ich in so einer Situation Jesus um Hilfe frage, mir Frieden zu schenken und dass ER alles wegnehmen soll was mich hindert vom Schlafen. Als sie bei der Frage, ob wir dasselbe machen sollen, bejahte, beteten wir gemeinsam und sie schlief innerhalb von 5 min. in meinen Armen friedlich ein.

2. Heute Abend, als ich nach ca. einer Stunde hin und her mit Einschlafen, wieder mal gefühlt am Ende war, nur auf meinen Knien vor Jesus, konnte ich plötzlich wieder Mut fassen, legte meine Hand auf meine Tochter und fing an sie zu segnen und zu proklamieren, dass diese speziellen Charaktereigenschaften, die unser Schöpfer in sie hineingelegt hat, kraftvoll für sein Königreich sein werden, … ich begann plötzlich zu sehen wofür ihr Charakter und ihr Verhalten später gut sein werden. Ich begann plötzlich zu sehen mit SEINEN Augen und so eine Freude und Vorfreude kam über mich, wie sie sein wird und ER sie gebrauchen wird, … .

Gleichzeitig kam mir der Gedanke in den Sinn wie es wohl für Paulus aus der Bibel im Gefängnis gewesen sein muss und wie er wohl die Zeit dort verbracht hat. Da sind doch 2h tägl. auf meinen Knien nichts.

Wir dürfen als Eltern nie vergessen, dass wir ein königliches Erbe helfen großzuziehen. Unsere Kinder sind uns zwar anvertraut, aber sie sind Gottes Erbe wie es in Psalm 127 geschrieben steht. ER hat die Kontrolle und volle Verantwortung. Sie sind keine Last, sondern ein Geschenk, das uns näher zu Gott und in Seine Abhängigkeit führen sollte. Mögen wir uns dessen immer mehr im Alltag bewusst sein und als gute Verwalter wachsen, die nie vergessen, auch SEINE Kinder zu sein.

Riesen Respekt auch hier für alle alleinerziehenden Mütter und Väter, die sich da nicht mal schnell mit ihrem Partner abwechseln können, wenn der eine nicht mehr kann!

Posted in English, Geistliches

Flourish!

One little eyecatcher of this morning that I want to share with you as the new week is starting…

Don’t give up! Even if it feels so dry around you and others are so discouraged. Keep pushing, keep reaching out to the source of life and you will flourish as this single rose here! Have a blossom week ahead of you and let’s stay focused! No matter the circumstances! ❤
Mt. 7:14:

“But small is the gate and narrow the road that leads to life, and only a few find it.”